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Aufgebrochen. Spur des Ostens: Deutsche Porträts mit Wirkung. Aufgebrochen.org</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Interviews und Infos zu ostdeutschen Biografien. Ergänzungen zum Buch von Roland Hensel: <br />Aufgebrochen. Spur des Ostens: Deutsche Porträts mit Wirkung. Aufgebrochen.org]]></itunes:summary><itunes:category text="History"/><itunes:explicit>clean</itunes:explicit><itunes:type>episodic</itunes:type><item><title>Widerstanden. Reinhard Wulfert, die Stasi und die Wissenschaft.</title><link>https://www.spreaker.com/episode/widerstanden-reinhard-wulfert-die-stasi-und-die-wissenschaft--68493375</link><description><![CDATA[<b>Widerstanden. Reinhard Wulfert, die Stasi und die Wissenschaft.</b><br />Aufgebrochen.org<br /><br />Interview mit Reinhard Wulfert. Dessen Physik-Dissertation in Jena stoppte die Stasi 1983, erst zwei Jahre später konnte die Verteidigung „drüben“ an der TU Berlin erfolgen.<br /><br />Aus dem Buch:<br /><br />Das erste Mal ist Zufall, das zweite Mal Schicksal. So könnte man Reinhard Wulferts Berufsstart beschreiben. Gleich zu Beginn seines Physikstudiums wurde er wegen einer Lappalie exmatrikuliert. Beim zweiten Anlauf kämpfte er sich durch und wollte promovieren. Doch neun Tage vor der Verteidigung holte ihn die Stasi. Nach Untersuchungshaft und Ausreise konnte er dieselbe Arbeit erst zwei Jahre später an der TU Berlin erfolgreich verteidigen. Die folgenden Jahre blieben herausfordernd. Aber Wulfert wäre kein vielseitiger Physiker gewesen, hätte er nicht auch diese Hürden gemeistert.<br /><br />Das Schreiben von Briefen kam Reinhard Wulfert teuer zu stehen, denn immer wieder geriet er damit in Konflikt mit der Staatsmacht der DDR. Das erste Mal geschah es aus jugendlichem Leichtsinn, das zweite Mal, 15 Jahre später, wegen des Ost-West-Konflikts. Als Student schrieb er 1967 im Studentenwohnheim Jena-Burgau einen Brief an einen Schulfreund. Beim Absender malte er die Postleitzahl 6901 mit Figuren aus: Neben Nikita Chruschtschow und dem Teufel standen Mao Zedong und Charles de Gaulle. „Natürlich war das eine Provokation, aber ich dachte mir nichts dabei.“ Dazu wurde Reinhard Wulfert auch noch von seinen Kommilitonen angestachelt. Aber als er nach dem obligatorischen Arbeitseinsatz im Tiefbau in der ersten Vorlesung saß – bezeichnenderweise der für Marxismus-Leninismus –, bekam er eine Einladung, sich unverzüglich im Prorektorat für Erziehung und Ausbildung der Universität zu melden. Dort zeigte man dem Ahnungslosen den betreffenden Brief, und der Student wurde sofort wegen politisch-moralischer Unreife beurlaubt. …]]></description><guid isPermaLink="false">https://api.spreaker.com/episode/68493375</guid><pubDate>Mon, 10 Nov 2025 09:14:58 +0000</pubDate><enclosure url="https://api.spreaker.com/download/episode/68493375/2025_11_09_wulfert_interview_2025_10_25_1080p_mp4.mp3" length="10376666" type="audio/mpeg"/><itunes:author>GNT Publishing GmbH</itunes:author><itunes:subtitle>Widerstanden. Reinhard Wulfert, die Stasi und die Wissenschaft.
Aufgebrochen.org

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